Bremsbelag Sport
Sport- und Rennbremsbeläge, die nach Fahrzeugtyp sortiert sind, ermöglichen es, die Bremsleistung an die jeweilige Nutzung des Fahrzeugs anzupassen. Die Auswahl nach Fahrzeugtyp erleichtert die Suche nach der richtigen Belagform, doch je nach Baujahr, Modellvariante oder Ausstattung können manchmal mehrere Varianten existieren. Im Zweifelsfall ist es wichtig, vor der Bestellung die Form und die Bremsklotzabmessungen der Bremsbeläge zu vergleichen. Für ein Fahrzeug, das sowohl im Straßenverkehr als auch bei dynamischer Fahrweise eingesetzt wird, stellen ECE-R90-zugelassene Sportbremsbeläge eine interessante Zwischenlösung dar. Je nach Produktreihe können sie mehr Biss und eine höhere Belastbarkeit bieten als Standardbremsbeläge, sind aber dennoch für den Straßenverkehr geeignet. Die ECE-R90-Zulassung weist jedoch lediglich auf die Konformität für diesen Einsatzzweck hin und stellt für sich genommen kein Leistungsniveau dar. Für die Rennstrecke, Rallye, Bergrennen oder den Rennsport verwenden Rennbremsbeläge Reibmaterialien, die für deutlich höhere Temperaturen ausgelegt sind. Ihre Auswahl muss an die jeweilige Disziplin, aber auch an das Gewicht und die Leistung des Fahrzeugs angepasst sein. Ein schwerer GT, der auf der Rennstrecke eingesetzt wird, beansprucht seine Bremsen nicht so stark wie ein leichtes Rennfahrzeug. Ein Rennbremsbelag kann bei niedrigen Temperaturen zudem lauter sein, mehr Staub erzeugen und verfügt in der Regel nicht über einen elektrischen Schalter für die Abnutzung, da dieser für die dort auftretenden Temperaturen nicht geeignet ist. Der Zustand der Bremsbeläge muss daher regelmäßig überprüft werden.
Rennbremsbeläge: Muss auch der Rest der Bremsanlage verbessert werden?
Ja. Der Einbau von Rennbremsbelägen erhöht die Belastung für das übrige Bremssystem. Der Bremsscheibenwerkstoff muss ausreichend widerstandsfähig sein, um die auftretende Reibung und die erreichten Temperaturen auszuhalten. Ein sehr aggressiver Bremsbelag in Kombination mit einer ungeeigneten Serienbremsscheibe kann zu starker Abnutzung oder vorzeitigem Versagen führen. Bei intensiver Nutzung empfiehlt es sich zudem, die Bremsbeläge mit Bremsschläuchen aus der Luftfahrt und einer Hochtemperatur-Bremsflüssigkeit zu kombinieren. Die Bremsflüssigkeit nimmt nach und nach Feuchtigkeit auf, was insbesondere ihren Siedepunkt senkt. Sie muss daher regelmäßig ausgetauscht werden. Eine stark bräunlich verfärbte Flüssigkeit ist ebenfalls ein Anzeichen, auf das man achten sollte.
Warum ist das Einfahren der Bremsbeläge so wichtig?
Das Einfahren ist ein unverzichtbarer Schritt nach dem Einbau neuer Sport- oder Rennbremsbeläge. Es dient dazu, den Bremsbelag und die bremsbelagfläche der Bremsscheibe richtig aufeinander abzustimmen, um das vorgesehene Reibungsniveau zu erreichen. Ein unsachgemäßes oder fehlendes Einfahren kann zu unzureichender oder ungleichmäßiger Bremswirkung oder zu einem vorzeitigen Abrieb der Leistung führen. Es gibt kein allgemeingültiges Verfahren: Die Anzahl der Bremsvorgänge, deren Intensität und die Phasen der Kühlung können je nach Hersteller und Bremsbelagmaterial variieren. Die vom Hersteller angegebenen Anweisungen müssen daher stets befolgt werden.
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