Autohut

Der Motorsporthelm gehört zur unverzichtbaren Ausrüstung für den fahrerschutz des Fahrers und des Beifahrers. Ob bei Rallyes, auf der Rennstrecke, bei Bergrennen, beim Autocross oder bei einem Trackday – er trägt dazu bei, den Kopf bei einem Aufprall zu schützen, und muss den spezifischen Sicherheitsanforderungen der jeweiligen Disziplin entsprechen.

Die Wahl eines Motorsporthelms hängt nicht nur von seiner Zulassung ab. Auch die Bauweise (Vollvisier- oder Jethelm), das Gewicht, die Belüftung, der Sitz und die Kompatibilität mit der Sicherheitsausrüstung spielen eine wichtige Rolle.

GT2i bietet eine Auswahl an Rallye- und Rennstreckenhelmen an, darunter Integral- und Jet-Modelle von spezialisierten Herstellern wie Stilo, Bell und Sparco, die für die verschiedenen Leistungsstufen im Motorsport geeignet sind.

Integral- und Jethelme für den Rennsport

Der Integralhelm zeichnet sich durch seinen Kinnschutz aus, der den unteren Teil des Gesichts schützt. Er wird insbesondere bei Rennstreckenwettbewerben, in Einsitzern und in offenen Fahrzeugen verwendet, wo die Schutzanforderungen höher sein können.

Der Jethelm, auch offener Helm genannt, lässt das Gesicht frei. Er ist im Rallyesport weit verbreitet, bietet eine gute Sicht und erleichtert die Kommunikation zwischen Fahrer und Beifahrer. Viele Modelle sind mit einem Mikrofon und Kopfhörern ausgestattet, um über eine Rallye-Gegensprechanlage zu kommunizieren.

Die Wahl zwischen diesen beiden Ausführungen hängt von der jeweiligen Disziplin, den sportlichen Vorschriften und den Vorlieben des Fahrers hinsichtlich Komfort und Sichtfeld ab.

FIA- und Snell-Zulassungen für Rennhelme

Die FIA- und Snell-Zulassungen legen technische Anforderungen fest, die Helme erfüllen müssen, um zertifiziert zu werden.

Zu den im Motorsport geltenden Normen zählen insbesondere die Zulassungen FIA 8859-2015, FIA 8859-2024 und FIA 8860-2018 sowie die Snell-Normen SA2020 und SA2025.

Diese Zulassungen werden nicht unbedingt in allen Disziplinen akzeptiert. Bei manchen Wettbewerben ist eine bestimmte FIA-Norm vorgeschrieben, während andere Reglements bestimmte Snell-Zulassungen anerkennen können.

Es ist außerdem unerlässlich, die Ablaufdaten der Zulassungen zu berücksichtigen, die sich je nach sportlichen Vorschriften ändern können. Ein Helm in gutem Zustand kann somit in einem Wettkampf nicht mehr zugelassen sein, wenn seine Zulassung nicht mehr anerkannt wird.

Weitere Informationen zu diesen Kriterien finden Sie in unserem GT2i-Leitfaden zur Helmauswahl: Größen und Zulassungen.

Helme, die mit HANS- und FHR-Systemen kompatibel sind

Das HANS-System, das zur Familie der FHR-Vorrichtungen (Frontal Head Restraint) gehört, wurde entwickelt, um die Bewegungen des Kopfes im Verhältnis zum Oberkörper bei einer abrupten Verzögerung zu begrenzen.

Für seine Verwendung ist ein Helm mit kompatiblen und zugelassenen Befestigungspunkten sowie ein FHR-System und ein passender Gurt erforderlich.

Einige FIA-zugelassene Helme werden mit bereits installierten HANS-Befestigungspunkten geliefert. Bei anderen muss der Einbau unter Umständen nachträglich erfolgen, sofern der Hersteller und die Zulassung des Helms diese Konfiguration zulassen.

In vielen Motorsportdisziplinen ist das Tragen eines FHR-Systems vorgeschrieben. Vor der Auswahl der Ausrüstung sollten die Anforderungen der geltenden Vorschriften überprüft werden.

Größe und Passform des Rennhelms

Die Größe des Helms ist ein wesentliches Kriterium, um während der Fahrt einen korrekten Sitz zu gewährleisten. Ein zu großer Helm kann sich beim Beschleunigen, Bremsen oder bei Stößen verschieben. Umgekehrt kann ein zu enger Helm erhebliche Beschwerden verursachen.

Der Kopfumfang wird mit einem Maßband gemessen, das oberhalb der Augenbrauen und Ohren verläuft.

Die Größenangaben und die Innenformen variieren je nach Hersteller. Ein Stilo-, Bell- oder Sparco-Helm derselben Größe kann daher eine unterschiedliche Passform aufweisen.

Eine Anprobe wird dennoch empfohlen, um den Halt, die Position der Polster und den Tragekomfort zu überprüfen, insbesondere wenn der Helm mehrere Stunden lang getragen werden soll.

Größenvergleichstabellen und Tipps zum Messen findest du in unserem Leitfaden zu Helmgrößen und Zulassungen.

Materialien, Gewicht und Komfort von Motorsporthelmen

Rennhelme werden aus verschiedenen Materialien hergestellt, darunter Glasfaser, Verbundfasern und Carbon.

Modelle aus Carbon oder mit technischen Fasern können je nach Konstruktion ein geringeres Gewicht aufweisen. Das endgültige Gewicht hängt jedoch auch von den Abmessungen der Helmschale, ihrer Struktur und der integrierten Ausstattung ab.

Der Komfort hängt von mehreren Faktoren ab: dem Halt der Innenpolster, der Belüftung, dem Sichtfeld, der Ausgewogenheit des Helms und der Möglichkeit, passendes Zubehör zu verwenden.

Auf der Rennstrecke können Belüftung und die Kompatibilität mit Visieren besonders wichtig sein. Bei Rallyes sind die Qualität des Kommunikationssystems und die Kompatibilität mit der Intercom weitere Kriterien.

Pflege und Aufbewahrung eines Rennhelms

Ein Helm muss regelmäßig überprüft werden, um den Zustand der Helmschale, der Innenpolster, des Kinnriemens und der Befestigungssysteme zu kontrollieren.

Es wird empfohlen, ihn vor übermäßigen Temperaturen, Feuchtigkeit und Chemikalien zu schützen, die seine Komponenten beschädigen könnten.

Bei der Reinigung sind die Empfehlungen des Herstellers zu beachten, insbesondere bei den Visieren und den Verkleidungen.

Nach einem starken Aufprall kann ein Helm unsichtbare innere Schäden aufweisen. In diesem Fall darf er nicht mehr verwendet werden, und vor einer eventuellen Wiederinbetriebnahme müssen die Anweisungen des Herstellers befolgt werden.

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