Peugeot 205 GTI 1900 Gruppe A

Wie bereitet man seinen Peugeot 205 GTI 1.9 Gruppe A auf die Rallye vor?

Der Peugeot 205 GTI 1.9 Gruppe A ist ein Kultfahrzeug der französischen Rallyeszene der 1980er- und 1990er-Jahre. Er wurde zu Zeiten von Peugeot Talbot Sport für den Rennsport entwickelt und am 1. Februar 1987 unter der Nummer A-5325 für die Gruppe A homologiert.

Mit seinem saugmotor mit 1.904,53 cm³ Hubraum, der vorderachse und seinem kompakten Fahrwerk ist der 205 GTI 1.9 eine beliebte Basis für Rallyes und historische Rennveranstaltungen. Bei seiner Vorbereitung müssen jedoch die verschiedenen homologierten Weiterentwicklungen in Bezug auf Motor, Getriebe, Sperrdifferenzial, Bremsanlage, Federung und Fahrwerk berücksichtigt werden.

Um einen Peugeot 205 GTI 1.9 der Gruppe A vorzubereiten, ist es unerlässlich, den gewünschten Zeitraum und die gewünschte Konfiguration zu bestimmen, bevor die mechanischen Teile, Felgen, Fahrzeuginnenräume und Sicherheitskomponenten ausgewählt werden.


Technische Daten Peugeot 205 GTI 1.9 Gruppe A

  • Hersteller: Peugeot
  • Zugelassenes Modell: Peugeot 205 GTI 1900
  • Damals zuständige Rennsportabteilung: Peugeot Talbot Sport
  • Zulassung: FIA/FISA A-5325 Gruppe A
  • Typgenehmigungsdatum: 1. Februar 1987
  • Anordnung: Motor quer vorne, Frontantrieb
  • Motor: 4-Zylinder-Reihenmotor mit saug-Motor
  • Zylinderhubraum: 1.904,53 cm³
  • Bohrung x Hub: 83 x 88 mm
  • Motorblock: Aluminiumlegierung mit nassen Laufbuchsen
  • Zylinderkopf: Aluminiumlegierung
  • Ventilsteuerung: einzelne obenliegende nockenwelle, nockegwellenantriebsriemen
  • Kraftstoffzufuhr: elektronische einspritzung
  • Kühlung: Flüssigkeitskühlung
  • Standardgetriebe: 5-Gang-Handschaltgetriebe
  • Vorderachse: Pseudo-MacPherson
  • Hinterachse: Querlenker mit drehstabfedern
  • Lenkung: Zahnstangenlenkung

Wichtig: Das Typenblatt A-5325 umfasst mehrere Varianten und Weiterentwicklungen, insbesondere hinsichtlich Getriebe, Bremsanlage, Federung, Fahrwerk und Sicherheitsausstattung. Es gibt daher keine einheitliche Konfiguration des Peugeot 205 GTI 1.9 Gruppe A.


Peugeot Talbot Sport-Dokumentation und Typengenehmigung A-5325

Für die Restaurierung oder den Umbau eines Peugeot 205 GTI 1.9 Gruppe A bilden das FIA/FISA-Homologationsblatt A-5325 und dessen Ergänzungen die wichtigsten technischen Referenzen.

  • FIA-Typgenehmigungsbogen A-5325: Typgenehmigung des Peugeot 205 GTI 1900 in der Gruppe A.
  • Homologationserweiterungen: Getriebevarianten, übersetzungsverhältnisse, Bremsanlage, Fahrwerk, Lenkung und Überrollbügel.
  • Peugeot Talbot Sport-Dokumentation: technische Anleitungen und historische Rennsport-Referenzen.
  • Anhang J der FIA: Vorschriften der Gruppe A für den gesuchten Zeitraum.
  • Historischer Rennsport: geltende VHC-Regelungen und Technischer Historischer Pass (PTH).

Die homologierten Weiterentwicklungen müssen einzeln überprüft werden. Ein Teil, das mit einem serienmäßigen 205 GTI kompatibel ist, entspricht nicht unbedingt einer historischen Gruppe-A-Konfiguration.


Die Weiterentwicklungen des Peugeot 205 GTI 1.9 Gruppe A

Ab 1987 erhielt der 205 GTI 1.9 verschiedene Weiterentwicklungen, um seine Leistung und sein Fahrverhalten an die Anforderungen des Rallyesports anzupassen.

Die Erweiterungen betreffen insbesondere die Bremsen, Hauptbremszylinder, Pedale, die hydraulische Handbremse, die Aufhängungen, Überrollbügel und Getriebe.

In den Unterlagen werden zudem mehrere Achsübersetzungen erwähnt, darunter eine Übersetzung von 5,666 (68/12) in einer Variante aus dem Jahr 1988. Eine Ergänzung vom Januar 1991 dokumentiert ein zusätzliches 6-Gang-Schaltgetriebe.

Diese Unterschiede erklären, warum zwei 205 GTI 1.9 der Gruppe A je nach Zeitpunkt ihrer Vorbereitung unterschiedliche Teile für Getriebe, Bremsen oder Aufhängung verwenden können.


Motortuning der Peugeot 205 GTI 1.9 Gruppe A

Der saugmotor mit 1.904,53 cm³ Hubraum bildet die Grundlage der Vorbereitung. Mit einem Bohrungsdurchmesser von 83 mm und einem Hub von 88 mm unterscheidet er sich vom Motor des 205 GTI 1.6.

Ein für Rallyes bestimmter Motorumbau muss mechanische Zuverlässigkeit, eine angepasste Kraftstoffzufuhr sowie kühlung und schmierung miteinander verbinden. Die Auswahl der Komponenten muss mit den Ergänzungen des Datenblatts A-5325 im Einklang stehen.

  • Unterer Motorbereich: Kolben, Kolbenringe, Pleuel, Lager und Kurbelwelle.
  • Zylinderkopf: Ventile, Gleitanschläge, Federn und Dichtungen.
  • Ventiltrieb: Nocken, Riemen und Riemenscheiben.
  • Zündung: Zündkerzen und Zündkomponenten.
  • Schmierung: Ölpumpe, Filter und Komponenten des schmiersystems.
  • Kühlung: Kühler, Wasserpumpe, Thermostat, Lüfter und Schläuche.
  • Dichtungen: zylinderkopfdichtung, Dichtungssätze und Wellendichtungen.

Ansaugung, Injektion und Abgas

Ansaugung und Injektion des Peugeot 205 GTI 1.9 Gruppe A müssen der gewählten Motorabstimmung entsprechen. Bei Rallyes spielt auch die Filterung eine wesentliche Rolle, um den Motor vor Staub und Spritzwasser zu schützen.

Die Abgasanlage muss auf den Motor und die geltenden Vorschriften abgestimmt sein. Krümmer, Rennauspuffanlage und Schalldämpfer müssen ein harmonisches Ganzes bilden.

  • Lufteinlaß: Luftfilter, Leitungen, Stutzen und Komponenten der Injektion.
  • Kraftstoff: Pumpe, Filter, Schläuche, Anschlüsse und Regelung.
  • Abgasanlage: Krümmer, Auspuffrohr, abgas- schalldämpfer, Schläuche und Halterungen.
  • Hitzeschutz: geeignete Abschirmbleche und Isolierungen.

Getriebe, Kupplung und differential mit begrenztem schlupf

Der Antriebsstrang des Peugeot 205 GTI 1.9 Gruppe A ist entscheidend für die optimale Nutzung der Traktion eines Frontantriebs im Rallyesport. Das Getriebe, die Endübersetzung und das Ausgleichsgetriebe müssen an den Motor und das Profil der Wertungsprüfungen angepasst sein.

Das 5-Gang-Handschaltgetriebe bildet die homologierte Basis, es gibt jedoch verschiedene Weiterentwicklungen der Zahnradgarnitur und der Achsübersetzungen, insbesondere eine später homologierte Variante mit 6 Vorwärtsgängen.

Das differential mit begrenztem schlupf trägt dazu bei, die Traktion beim Beschleunigen und beim Herausfahren aus Kurven zu verbessern. Seine Wahl hängt von der tatsächlich eingebauten Getriebeausführung ab.

  • Getriebe: Zahnradsatz, Wellen, Lager, Dichtungen und Ersatzteile.
  • Endübersetzung: an die Konfiguration angepasste Kegelradpaare.
  • Ausgleichsgetriebe: differential mit begrenztem schlupf und Komponenten für die Überholung.
  • Kupplung: Kupplungsscheibe, Mechanismus, Anschlag und Schwungrad.
  • Antriebsstrang: Kardanwellen, Gelenke, Faltenbälge und Halterungen.

Bremsanlage des Peugeot 205 GTI 1.9 Gruppe A

Die Bremsanlage des 205 GTI 1.9 Gruppe A war Gegenstand verschiedener typgenehmigter Varianten. Je nach Bauzeit und Einbau können Bremssättel, Bremsscheiben, Hauptbremszylinder und hydraulische Betätigungen unterschiedlich sein.

Bevor Sie bremsbeläge für den Peugeot 205 GTI Gruppe A bestellen, müssen Sie das Bremssattelmodell, die Form der Bremsbeläge sowie den Durchmesser und die Dicke der Bremsscheiben ermitteln.

  • Bremsanlage: Bremsscheiben, Rennbremsbeläge, Bremssättel und Reparatursätze.
  • Hydraulik: Hauptbremszylinder, Schläuche in Luftfahrtqualität und Anschlüsse.
  • Verteilung: Auf das Hydrauliksystem abgestimmte Komponenten.
  • Handbremse: hydraulische Betätigung je nach Konfiguration.
  • Bremsflüssigkeit: Hochtemperatur-Bremsflüssigkeit.
  • Kühlung: Bremslüfter und Bremskanäle.

Federung und Fahrwerk: Asphalt oder Schotter

Der 205 GTI 1.9 verfügt über eine Pseudo-MacPherson-Vorderachse und eine Hinterachse mit Querlenkern und Drehstabfedern. Diese Komponenten müssen an die Belastungen im Rallyesport und an die angestrebte Gruppe-A-Konfiguration angepasst werden.

Federung, Federweg, Fahrwerkshöhe und Geometrie unterscheiden sich je nach Einsatz auf Asphalt oder Schotter. Der Zustand der Gelenke, Kugelgelenke, Lager und Naben ist ebenfalls entscheidend für ein präzises Fahrverhalten.

  • Fahrwerk: Stoßdämpfer, Federn, Federteller und Drehstabfedern.
  • Vorderachse: Querlenker, Kugelgelenke und Stabilisator.
  • Hinterachse: Querlenker, Gelenke und Ersatzteile.
  • Radnaben: Radlager und zugehörige Komponenten.
  • Achsgeometrie: Gelenke und passende Einstellelemente.

Felgen und Reifen

Die Felgen des Peugeot 205 GTI 1.9 Gruppe A müssen entsprechend dem Fahrwerk, der Bremsanlage und den bei Rallyes verwendeten Reifen ausgewählt werden.

Überprüfen Sie systematisch den Durchmesser, die Breite, den Achsabstand, den ET-Wert, die Mittenbohrung und den Bremssattelabstand. Auch die Radbolzen und Radmuttern müssen für den Rennbetrieb geeignet sein.


Fahrzeuginnenraum, Überrollbügel und Sicherheitsausstattung

Der fahrzeuginnenraum eines Peugeot 205 GTI 1.9 für Rallyes muss eine sichere und ergonomische Unterbringung von Fahrer und Beifahrer ermöglichen. Schalensitze, Sicherheitsgurte, Lenkrad, Pedale und Navigationsausrüstung müssen auf das Fahrzeug abgestimmt sein.

  • Fahrer: Schalensitz, Halterungen, Sicherheitsgurt, Lenkrad und Lenkradnabe.
  • Beifahrer: Schalensitz, Gurte, Fußstütze, Intercom und Beleuchtung.
  • Schutz: Überrollbügel oder überrotllkäfig sowie Überrollbügel-Schutzvorrichtungen.
  • Brandschutz: Feuerlöscher oder Löschanlage.
  • Elektrizität: Ausschalter und vorschriftsmäßige Ausrüstung.

Bei einem heute gemeldeten Fahrzeug müssen die Zulassungen und Gültigkeitsdaten der Sicherheitsausrüstung gemäß den geltenden Vorschriften überprüft werden.


Karosserie und Schutzvorrichtungen

Die Karosserie des Peugeot 205 GTI Gruppe A muss der Epoche und der homologierten Konfiguration entsprechen. Bei Rallyes ist der Schutz der mechanischen Bauteile vor Stößen und herumfliegenden Teilen besonders wichtig.

  • Unterboden: Motorabdeckung und Getriebeschutz.
  • Karosserie: an die Gruppe-A-Konfiguration angepasste Bauteile.
  • Rallye: Schmutzfänger, haubenverschlüsse und Abschlepphaken.
  • Elektrizität: Batterie, Kabelbaum, Relais, Sicherungen und Instrumentierung.

Wie wählt man die richtigen Teile für den Peugeot 205 GTI 1.9 Gruppe A aus?

Ein Teil, das mit einem serienmäßigen Peugeot 205 GTI 1.9 kompatibel ist, ist nicht unbedingt für ein Fahrzeug der Gruppe A geeignet. Bevor Sie bestellen, sollten Sie das Datenblatt A-5325, die Zulassungserweiterungen, den Zeitraum und die tatsächlich verbauten Komponenten überprüfen.

Überprüfen Sie insbesondere die Motorausführung, das Getriebe und dessen Übersetzungen, die Achsübersetzung, das Sperrdifferenzial, die Kupplung, die Bremssättel und Bremsscheiben, die Aufhängungen sowie die Felgengrößen.

Auf diese Weise können Sie die richtigen Teile für den Peugeot 205 GTI 1.9 Gruppe A auswählen und Inkompatibilitäten bei einer Restaurierung, Wartung oder Rallye-Vorbereitung vermeiden.


Häufig gestellte Fragen zum Peugeot 205 GTI 1.9 Gruppe A

Wie lautet die Typgenehmigung des Peugeot 205 GTI 1.9 Gruppe A?

Der Peugeot 205 GTI 1900 wurde am 1. Februar 1987 unter der Nummer A-5325 in der Gruppe A homologiert.

Welchen Motor hat der Peugeot 205 GTI 1.9 Gruppe A?

Die homologierte Basisversion verfügt über einen 4-Zylinder-saug-Motor mit 1.904,53 cm³ Hubraum, einem Bohrungsdurchmesser von 83 mm und einem Hub von 88 mm.

Welches Getriebe hat der Peugeot 205 GTI 1.9 Gruppe A?

Die Basisausführung verfügt über ein 5-Gang-Handschaltgetriebe. Später wurden Weiterentwicklungen homologiert, darunter insbesondere ein zusätzliches 6-Gang-Handschaltgetriebe.

Wie bereitet man einen Peugeot 205 GTI 1.9 für die Rallye vor?

Bei der Vorbereitung müssen je nach angestrebter Konfiguration Motor, Getriebe, differential mit begrenztem schlupf, Kupplung, Bremsanlage, Federung, Fahrwerk, Felgen, Auspuffanlage, Fahrzeuginnenraum und Sicherheit berücksichtigt werden.

Wie überprüft man die Kompatibilität eines Teils der Gruppe A?

Man muss das Teil mit dem Typgenehmigungsblatt A-5325, dessen Ergänzungen und der tatsächlich am Fahrzeug vorhandenen Montage vergleichen. Die Kompatibilität mit einem serienmäßigen 205 GTI reicht nicht aus.

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